Eigene Funde


Die folgenden Funde sind typische Beispiele für die Vielfalt der von den Gletschern hertransportierten Fossilien.


Einige Haizähne aus dem Tertiär. Mit viel Glück sind solche Zähne am Strand beim Schulauer Fährhaus, etwas häufiger jedoch elbaufwärts unterhalb von Tinsdal zu finden.
Alter ca. 45 Mio. Jahre.
 



Nicht so hübsch, aber nicht weniger interessant sind die Spuren, die ein Zehnfüßer-Krebs (Ophiomorpha nodosa) im Tertiär hinterlassen hat. Man sieht die spätere Sandausfüllung seines Grabgangs und die vom Krebs zwecks Stabilisierung des Baus angebrachten Knoten. Das Stück lag am Strand in der Nähe des Graf Luckner-Altenheims.
Alter ca. 45 Mio. Jahre.
 



Das Danium ist die älteste Stufe des Tertiärs. Die unten abgebildeten Kugelschwämme Porosphaera globularis sind häufig von Bohrorganismen an- oder durchgebohrt. Derartige bis zu 1 cm kleine Fossilien findet man in der Grundmoräne (engl. till) des Schulauer Ufers unterhalb von Tinsdal, wenn der nur bei Niedrigwasser begehbare Bereich nicht zu sehr versandet ist.
Alter ca. 60 Mio. Jahre.
 



Ebenfalls aus dem Zeitraum Danium sind die unten abgebildeten Elemente von Seeigeln. An diesen Ansatzstellen befanden sich bei den Tieren die Stacheln, die zum Schutz und zur Fortbewegung dienen.
Alter ca. 60 Mio. Jahre.
 



Aus der Grundmoräne unterhalb des Oberfeuers von Tinsdal stammt auch der kleine Armfüßer Crania sp. aus dem obersten Danium, zusammen abgebildet mit einem numismatischen "Fossil" von 1948. Viele Armfüßer sehen zwar Muscheln ähnlich, sind aber nicht mit ihnen verwandt.
Alter des Armfüßers ca. 60 Mio. Jahre.  



Der Gurkenschwamm Aulaxinia sulcifera aus der Kreide-Zeit lag elbaufwärts unweit vom ehemaligen Zuckerspeicher.
Alter ca. 80 Mio. Jahre.
 



Ein früher Armfüßer (der Brachiopod Craniops antiqua) aus dem Silur ist relativ häufig im Geschiebe. Er ist nur wenige Millimeter groß und wurde direkt beim Anleger am Schulauer Fährhaus gefunden.
Alter ca. 420 Mio. Jahre.
 



Ein weiterer Armfüßer (Protochonetes striatellus) stammt aus dem Oberen Silur. Er ist bis zu 2 cm groß. Der Stein mit mehreren Exemplaren lag am Strand in der Nähe des Graf Luckner-Altenheims.
Alter ca. 420 Mio. Jahre.  



Zu den ältesten Trilobiten (Dreilappern) gehört Agnostus pisiformis spininger DALMAN, 1828 aus dem Kambrium. Selten ist der Abdruck eines vollständigen Tieres zu finden, meist sind nur die Häutungsreste vom Kopf- bzw. Schwanzschild zu sehen. Das abgebildete Fundstück mit Trilobiten-Resten lag am Strand von Wittenbergen.
Alter ca. 530 Mio. Jahre.
 


Die ältesten in Europa auffindbaren und als Geschiebe bis weit in die Niederlande transportierten Lebensspuren sind Skolithos linearis. Dabei handelt es sich um verfestigte ehemalige Watt-Ablagerungen aus dem Kambrium mit den Spuren unbekannter Wattwürmer. Die Steine stammen ursprünglich von Süd-Schweden. An diesem Fund ist interessant, dass sowohl die vertikalen Wurmspuren als auch die horizontale Schichtung noch zu erkennen sind. Der Stein wurde auf einem Acker bei den Holmer Sandbergen entdeckt. (Binnendünen, die nacheiszeitliche Relikte darstellen.)
Alter der Wurmspuren ca. 540 Mio. Jahre.